Die Geschichte der Ernst-Moritz-Arndt-Schule ist nicht sehr alt, die geschichtliche Entwicklung ist aber starken Veränderungen unterworfen gewesen. Über sechzig Jahre ist ein lebendiges Schulleben erkennbar gewesen, das immer wieder durch viele Neuerungen bestimmt und mit viel Engagement belebt wurde.

Tegelhörn war bis zum zweiten Weltkrieg so gut wie menschenleer. Nach dem Krieg wurde aber sehr viel Wohnraum für die Vertriebenen benötigt, und so wurde rund um den Ostlandplatz ein neuer Nachkriegs-Stadtteil errichtet. Die Einwohnerzahl stieg von 317 im Jahre 1939 auf 5000 im Jahre 1959.

1952 erhielt der Stadtteil Tegelhörn neben einer eigenen Kirche auch eine eigene Schule, die Ernst-Moritz-Arndt-Schule wurde am 16.04.1952 eingeweiht. Zur gleichen Zeit wurde eine Doppeleiche an der Schule als Symbol für ein Zusammenwachsen von Einheimischen und Heimatvertriebenen in Schleswig-Holstein gepflanzt.

Da die Erweiterung der Schule von Anfang an vorgesehen war, hatte das Schulgelände eine Größe von 14.500 qm. Im zweigeschossigen Gebäude hatten 9 Klassen Platz. Schulleiter der damaligen Grund- und Hauptschule mit 394 Schülern war Rektor Ernst Stehn.

Am 22.10.1958 wurde dann der 2. Bauabschnitt, ein eingeschossiger Erweiterungsbau mit vier Klassenräumen eingeweiht. Im Schuljahr 1959/60 wurden an der Schule inzwischen 499 Schüler in 14 Klassen unterrichtet. Im Jahre 1961 entstand dann der Sportplatz und ebenfalls 1961 und 1963 im 3. und 4. Bauabschnitt weitere Klassenräume.

Am 09.09.1965 war die Grundsteinlegung für die Turnhalle und den Gymnastikraum. Wenige Tage später wurde die Bronzeplastik „Spielende Kinder“ aufgestellt, die jetzt neben dem Haupteingang steht.

Ostern 1966 trat Rektor Stehn in den Ruhestand.

Sein Nachfolger wurde Rektor Heinz Scheel, er begann seine Amtszeit mit zwei Kurzschuljahren. Inzwischen besuchten fast 600 Schüler die Ernst-Moritz-Arndt-Schule. Im Dezember 1966 wurde mit einem umfangreichen Festprogramm der Schlüssel der fertiggestellten Turnhalle an Rektor Scheel übergeben. In den folgenden Jahren des Aufbaus gab es viele Neuerungen auch im Schulleben der EMA-Schule. Neben vielen sportlichen Aktivitäten, die nun möglich waren, beschäftigte man sich mit Themen wie Verkehrssicherheit auf dem Schulweg, Gesundheitserziehung, Sexualunterricht und Schutz des Kindes vor Missbrauch. Autorenlesungen sowie Teilnahme an einem Zeitungsprojekt und Klassenfahrten für die Klassen 7 bis 9 gehörten außerdem zum festen Programm.

Zum Schuljahr 1969/70 veränderte sich die bisherige Grund- und Hauptschule, sie wurde eine reine Grundschule. Vorübergehend beherbergte man in den Räumen der Ernst-Moritz-Arndt-Schule einige Klassen der damaligen Realschule am Lehmwohld. Im Juni 1977 feierte die Schule das 25-jährige Jubiläum. Auf dem Programm standen neben einer Feierstunde auch eine Stadtrallye, ein Kinderfest, eine Fahrt zum Tierpark Hagenbeck und ein Sportfest.

Nachdem 1977 das Hallenbad eingeweiht worden war, konnte an der EMA-Schule auch Schwimmunterricht erteilt werden.

Im August 1987 wurde Rektor Heiko Pries neuer Schulleiter.

1989/90 gab es erstmalig Projekttage, und die 5-Tage–Woche wurde eingeführt. Von 1988 bis 1998 wurden Sprachheilklassen in einem Gebäude der EMA untergebracht. Vom November 1999 an wurde der kleine Schulhof kindgerecht umgestaltet, es entstanden zwischen Gartenanlagen eine Außenbühne, ein Spielplatz mit Klettergeräten und Sitzgelegenheiten mit Tischen und Bänken. Die Schülerzahlen stiegen, und die Schule wurde dreizügig.

Ab August 2001 war Rektorin Ute Schmiade Schulleiterin der Ernst-Moritz-Arndt-Schule.

Im April 2002 feierte die Schule ihr 50 jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass schufen Schüler und Lehrkräfte als bleibende Erinnerung ein Kunstwerk in der Eingangshalle: Alle Schüler modellierten Fische aus Ton, glasierten sie in bunten Farben, und die Lehrkräfte fügten sie zu einem großen Bild zusammen. Zum Jubiläumsprogramm gehörte auch eine besondere Projektwoche mit dem Motto „50 Jahre EMA-Schule“. Mit großem Engagement beteiligten sich die Eltern an der Ausgestaltung der Festwoche, stellvertretend für alle sei der derzeitige Schulelternbeiratsvorsitzende Rolf Bratzke genannt. Die Festwoche endete mit einer u. a. von Schülern gestalteten Feierstunde, einer Projektpräsentation und einem geselligen Abend.

In die Amtszeit von Frau Schmiade fiel eine Phase vieler Veränderungen im Schulleben. So war die Integration von Schülern mit Behinderungen eine große Aufgabe. Schulen sollten sich ein eigenes Profil geben in einem Schulprogramm. In diesem Rahmen wurde die musikalische Erziehung zu einem bestimmenden Element. Mehrere große Musicalaufführungen machten die Schule auch über den Schulbezirk hinaus bekannt. Die Einführung neuer Medien mit Computerraum und Computern in den Klassenräumen bereichert seither den Unterricht. Darüber hinaus gibt es aber auch viele andere Projekte und Veranstaltungen, die das Schulleben prägen, so auch fast alle bereits genannten traditionellen Projekte. Seit 2005 ist die EMA-Schule verlässlich.

Der im Juni 1993 gegründete Förderverein ermöglicht eine Betreuung über die Schulstunden hinaus, die im Jahre 2011 bis 15.00 Uhr ausgeweitet wurde und auf Wunsch ein warmes Mittagessen anbietet, was dem Engagement des ehemaligen Vorsitzenden Thomas Engels und seinen Vorstandsmitgliedern zu verdanken ist.

Die schöne Lage der Schule am Waldrand und das solide aussehende Gebäude haben im Laufe von sechs Jahrzehnten vielen Schülern eine gute Lernatmosphäre geboten und werden dies hoffentlich weiterhin ermöglichen.

Seit 01.08.2012 hat Frau Claudia Sens-Görrissen die Nachfolge als Rektorin der EMA angetreten.